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Renault fährt mit Mobilize in die Zukunft der Mobilität

Mobilize Bento. Foto: Autoren-Union Mobilität/Renault
Die automobile Welt steht vor einem großen Wandel, denn die Zeiten da sich Automobilhersteller allein auf die Produktion der Modelle konzentrierten, nähern sich ihrem Ende. Inzwischen hat der Besitz eines Automobils zunehmend seinen Reiz verloren, und die Menschen suchen nach anderen Möglichkeiten, um mobil zu bleiben. „Die Zahl der Automobilisten, die sich dazu entscheiden nicht mehr Besitzer eines Automobils zu sein, steigt vor allem in den Großstädten“, weiß Clothilde Delbos, bei Renault für den Mobilitätsdienstleister Mobilize verantwortlich. „Mit Mobilize bereiten wir die Zukunft der Mobilität vor.“ Mobilize wurde am 14. Januar gegründet und ist nun neben Renault, Dacia und Alpine die vierte Marke des französischen Konzerns. Mit dem Unternehmen plant Renault Mobilitätsdienstleistungen, die bis zum Jahr 2030 mehr als 20 Prozent zum Konzernumsatz beisteuern sollen. Das sichtbarste Element der Marke ist der Mobilize Limo, ein vollelektrisches Modell, das vom kommenden Jahr an als Taxi eingesetzt werden soll und von dem chinesischen Renault-Partner Jiangling Motors hergestellt wird. Nach der IAA Mobility in München wird eine Testflotte von 40 Fahrzeugen in den Testbetrieb gehen.

Nach Berechnungen von Mobilize wird der Markt von Chauffeurdiensten bis zum Jahr 2030 einen Umsatz von 50 Milliarden Euro erreichen. Aktuell sind es 28 Milliarden Euro. Und einen bedeutenden Anteil werden vollelektrische Fahrzeuge haben, wenn die Zahl der Umweltzonen weiterwächst. Mobilize verspricht für den Limo eine Reichweite von rund 450 Kilometern. Dank des langen Radstands (2,75 Meter) herrschen vor allem im Fond großzügige Platzverhältnisse. Das Modell wird den Kunden gegen eine flexibel gestaltete Gebühr überlassen, die sich nach den gefahrenen Kilometern oder der Mietdauer richtet. In der Gebühr sind die Herstellergarantie, Wartung, Versicherung und Ladelösungen enthalten. Die Energieversorgung übernimmt eine 60 kWh starke Batterie.

Neben dem Taxi-Modell bereitet Mobilize weitere Dienstleistungen vor, um den städtischen Raum zu entlasten. In München zeigte die Marke drei Prototypen, die speziell für die „shared Mobility“, also der geteilten Mobilität der Zukunft, entwickelt wurden. Neben dem zu 50 Prozent aus recycelten Materialien produzierten Duo, einem vom Twizyy abgeleiteten Zweisitzer, soll der Bento die innerstädtische Logistik entlasten. Zielgruppe sind Handwerker, aber auch private Nutzer für den kleinen Umzug und Logistikdienstleister. Der Mini-Transporter kann mit seinem bis zu einem Kubikmeter großen Stauraum als Frachter für kleine Ladungen eingesetzt werde. Hippo wiederum lässt sich für den Transport auf der letzten Meile einsetzen. Das 3,80 Meter lange Fahrzeug lässt sich den verschiedenen Bedürfnissen der Kunden anpassen und kann als Kühl-, Massengut- oder Pakettransporter eingesetzt werden.

Als weitern Carsharingdienst gehört auch Zitty, bis jetzt in Paris und Madrid aktiv, zum Mobilize-Reich. In den kommenden Monaten wird Zity auch auf andere Städte ausgedehnt und der Dacia Spring in die Flotte übernommen. Aktuell zählt Zity mehr als 400.000 Kunden.

Neben der Hardware, also Fahrzeugen, um von A nach B zu kommen, entwickelt Mobilize auch konkrete Lösungen für die elektrische Zukunft. „Mit dem stetigen Zuwachs von Elektro- und Plug-in-Fahrzeugen ist der Mobilitätsmarkt immer enger mit dem Energiemarkt verknüpft“, erklärt Clothilde Delbos. Deshalb hat die Marke eine Vielzahl von Bausteinen entwickelt. Dazu gehört unter anderem das Batteriezertifikat, mit dem der Handel von gebrauchten E-Modellen transparenter werden soll. Der Mobilize Charge Pass ermöglicht das Laden an 260.000 Stationen in Europa und mit dem aktuell in Frankreich und den Niederlanden möglichen Mobilize Smart Charge können die Kunden ihre Kosten reduzieren. Smart Charge berücksichtigt die Spitzen bei Stromerzeugung und -verbrauch und berechnet so einen optimalen Ladeplan.

Außerdem gehört die Weiterentwicklung von Speicherlösungen zum Angebot. Dafür werden die beiden aktuell größten stationären Energeispeicher, die Batterien aus Elektromodellen nutzen, ausgebaut. Langfristig ist eine Kapazität von 70 MWh geplant. Neben den beiden Standorten im französischen Douai und Elverlingsen in Deutschland baut Mobilize auf dem Gelände des französischen Werkes in Flins einen weiteren Speicher mit einer Leistung von 15 MWh auf. (aum/ww)

Elektromobilität, Mobilitätskonzepte, Unternehmen, Renault, Renault Mobilize



Mobilize Duo. Foto: Autoren-Union Mobilität/Renault Mobilize Duo. Foto: Autoren-Union Mobilität/Renault Mobilize Duo. Foto: Autoren-Union Mobilität/Renault

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