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Wie funktionieren die Zündkerzen für Fahrzeuge?

In den letzten 50 Jahren hat sich an der Konstruktion der Zündkerze kaum etwas verändert. In einem keramischen Isolator ist ein Metallkern, der von einem Metallmantel umgeben ist, untergebracht. Der Zylinderkopf hat oben einen Sechskantbereich, der in den Metallmantel, der aus einem Gewinde besteht, gedreht wird.

Dadurch wird es möglich, mit einem Zündkerzenschlüssel die Zündkerze Ein- und auszubauen. Sobald man an der Zündung dreht, springt ein Funke von der Mittelelektrode zur Masseelektrode und der Motor springt an. Ohne die Zündkerzen funktioniert ein Motor nicht, weshalb es wichtig ist, diese Bauteile stets zu überprüfen. Die Zündkerzen sind dafür verantwortlich, dass sich das Luft-Kraftstoff-Gemisch entzündet, anders als bei Dieselmotoren. Das Gemisch muss sich in der Minute zwischen 500- und 3500-mal entzünden, damit der Motor reibungslos läuft.

 

Der Anschluss der Zündkerze wird als 4-Millimeter-Gewinde oder SAE-Anschluss ausgestattet. Damit die Hochspannung von einem Ende der Zündkerze zum anderen transportiert werden kann, ist auf die Zündkerze eine Stabzündspule oder ein Zündkabel aufgesteckt. Der Isolator hat an der Außenseite wellenförmige Kriechstrombarrieren, die dazu dienen, dass die Spannung abfließt und verhindern einen Überschlag von der Hochspannung auf die Fahrzeugmasse. So wird gewährleistet, dass die Energie den Weg durch die Mittelelektrode nimmt.

 

Die Mittelelektrode der Zündkerze besteht häufig aus einer Nickellegierung und im Inneren der Zündkerze sind Glasschmelze, die als Entstörwiderstand dienen.

Damit kein Verbrennungsgas auch bei hohen Verbrennungsdrücken an der Zündkerze vorbei kann, werden Dichtungen verwendet, um Druckverluste vorzubeugen. Für eine Abdichtung der Verbindung zwischen Metallgehäuse und Isolator werden ebenfalls Dichtungen eingesetzt.

 

Wann ist es an der Zeit, die Zündkerzen auszutauschen?

Es gibt Zündkerzen, die bis zu 100.000 km halten, jedoch sollten die Zündkerzen alle 30.-60.000 km ausgetauscht werden. Da die Zündkerzen zu den Verschleißteilen zählen, sollte man diese einmal pro Jahr überprüfen. Bei älteren Fahrzeugen kann man, je nach Erfahrung, die Zündkerzen selbst austauschen, bei moderneren Autos sollte man allerdings den Wechsel einer Werkstatt überlassen. Bei moderneren Wagen muss man unter Umständen einige Verkleidungen entfernen, um an die Zündkerzen zu gelangen.

Im Wartungs- und Reparaturhandbuch kann man sich über die Wechselintervalle informieren.

 

In Fahrzeugen kann man jeweils eine Zündkerze pro Zylinder finden, es gibt jedoch auch Motoren mit Doppelzündungen mit je zwei Zündkerzen pro Zylinder. Beispielsweise werden acht Zündkerzen benötigt für einen Vierzylindermotor mit Doppelzündung.

Beim Kauf von Zündkerzen sollte man unbedingt auf die Länge, Gewinde, Dichtung und auf das Leitmaterial achten. Es gibt auch Unterschiede zwischen dem Wärmewert, Anordnung und Anzahl der Elektroden. Die Zündkerzen mit einer Masseelektrode und Kupfer-Nickel-Legierung halten zwischen 20.000-30.000 km und die Platin- und Iridium-Kerzen bis zu 100.000 km. Je nach Ausführung sind die Preise unterschiedlich.

Bilderquelle: autoteileprofi.ch

Wie wechselt man selbst die Zündkerzen?


Die folgenden Schritte werden zum Austauschen der Zündkerzen durchgeführt:

1. Den Motor abstellen und abkühlen lassen.

2. Den Motorraum öffnen. Häufig sind die Zündkerzen durch einen Deckel oder eine Kappe geschützt, diese entfernen, den Zündstecker abziehen und sich den Zylinder merken, zu dem die Zündkerze gehört.

3. Die Zündkerzen mit einem Zündschlüssel oder Zündnüsse lösen und mit der Hand abdrehen. Mit einem sauberen Lappen oder Pinsel das Gewinde säubern.

4. Die neue Zündkerze locker in den entsprechenden Gewindeblock eindrehen.

5. Die Zündkerze entsprechend vom Hersteller angegebene Anzugsmoment festziehen.

6. Den Zündstecker wieder aufsetzen.

7. Die Kappen oder den Deckel wieder montieren.

8. Bei offener Motorhaube den Motor starten und Gas geben. Wenn der Motor ruhig läuft und es keine Aussetzer gibt, ist der Austausch abgeschlossen.

 

Das Wechseln der Zündkerzen ist, wenn man über die nötige Erfahrung und Werkzeuge verfügt, sehr einfach. Nach dem Wechseln der Zündkerzen sollte man eine Probefahrt machen, ob alles reibungslos läuft. Man sollte sich an eine Werkstatt wenden, falls der Motor ruckelt oder nicht ordnungsgemäß läuft.



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