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Fiat 500 findet Weg ins Museum of Modern Art

Fiat 500 F (1965–1972). Foto: Auto-Medienportal.Net/Fiat
Seit dem vergangenem Jahr ist ein historischer Fiat 500 Teil der permanenten Sammlung des berühmten Museum of Modern Art in New York (MoMA). Zum ersten Mal öffentlich zu sehen ist die italienische Automobil-Ikone im Frühjahr im Rahmen der Sonderausstellung „The Value of Good Design". Vom 10. Februar bis 27. Mai 2019 zeigt das MoMA dabei außergewöhnliche Stücke aus seiner Kollektion zum Thema Industriedesign.


Der in New York ausgestellte Fiat 500 stammt aus der Baureihe F, die von 1965 bis 1972 produziert wurde. Die Automobilikone ist ein Symbol Italiens und steht für die Philosophie „Form folgt Funktion". Das preiswerte Modell trug entscheidend zur Massenmotorisierung in den Nachkriegsjahren bei.
In Italien als Cinquecento bekannt und 1957 mit dem offiziellen Modellnamen „Nuova 500" präsentiert, ist der Fiat 500 das Werk von Dante Giacosa. Der Ingenieur und Designer, der schon seit 1927 für Fiat arbeitete, war im Laufe seiner 43 Jahre dauernden Karriere im Unternehmen für zahlreiche Meilensteine verantwortlich. Neben dem „Nuova 500" gehörte zu seinen Arbeiten auch der erste Fiat 500, allgemein unter dem Spitznamen Topolino bekannt. Mit seinem Heckmotor-Layout und dem trotz ultra-kompakter Karosserieabmessungen vorhandenen vier Sitzplätzen war der „Nuova 500" das perfekte Auto für die Arbeiterklasse. Das charakteristische Stoffrollverdeck sorgte vordergründig für einen Hauch von Luxus, reduzierte in der Produktion aber auch den Bedarf an Stahl für die Karosserie – in den 1950er Jahren ein rares und teures Material.

2007 trat der aktuelle Fiat 500 im Retro-Design dieses Erbe an. Und das mit großem Erfolg. Der Fiat 500 gewann zahlreiche international renommierte Auszeichnungen, darunter den Titel „Auto des Jahres" sowie den Design-Preis „Compasso d'Oro".

Von den 1930er bis in die 1950er Jahre förderte das Museum of Modern Art mit zahlreichen Initiativen gut designte, erschwingliche Objekte für den täglichen Gebrauch. An diese Tradition knüpft die Ausstellung „The Value of Good Design" an. Gezeigt werden unter anderem Möbel, Elektrogeräte, Baukeramik, Glas, Elektronik, Transportmittel, Sportartikel, Spielzeug und Grafiken. Die Ausstellung im MoMA wirft aber auch die Frage auf, was gutes Design heute bedeutet und ob Maßstäbe aus der Mitte des 20. Jahrhunderts auf die heutige Gesellschaft übertragen werden können. Besucher werden eingeladen, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Sie können einige Klassiker, die noch heute produziert werden, selbst ausprobieren. Sie erfahren auch, wie das Museum of Modern Art durch seine hauseigenen Designstores neue Produkte und Ideen dem internationalen Markt zugänglich macht. (ampnet/jri)

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