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ZF beteiligt sich am EU-Projekt Behicle

Ausgestattet mit maßgeschneiderten Insassenschutzsystemen von ZF ist das Behicle als erstes Leichtelektromobil darauf ausgelegt, die 5-Sterne-Höchstwertung im Euro NCAP zu erreichen. Foto: Auto-Medienportal.Net/ZF/Behicle
Vierrädrige Leichtelektromobile (LEM oder Quadricycles genannt) liegen für urbane Kurzstrecken im Trend. Um auch in diesen Fahrzeugen hochwirksame Sicherheitssysteme für die Insassen anbieten zu können, hat sich ZF als Systempartner für den Insassenschutz im EU-Projekt „Behicle“ beteiligt. Die Abkürzung steht für BEst in class veHICLE – ein Anspruch, den der gleichnamige, dreisitzige Elektroflitzer einlöst. Die Sicherheitsexperten entwickelten und integrierten ein innovatives Vierpunkt-Gurtsystem und Airbagsysteme in das Fahrzeug. Als erster seiner Kategorie ist das Behicle darauf ausgelegt, 5 Sterne im Euro NCAP zu erreichen. Vergleichbare Fahrzeuge dieser Klasse erhielten bislang maximal zwei Sterne.


Am gefragtesten im Wachstumsmarkt der Mikromobilität sind City-Stromer der Kategorie L7e, die maximal 15 kW bereitstellen und leer höchstens 400 kg (ohne Batterien) wiegen. Von den Modellen ist im Euro NCAP ist bislang kein Serienmodell mit mehr als zwei Sternen gelistet.

„Unser Anspruch, zur Vision Zero beizutragen, deckt selbstverständlich auch neue Fahrzeugkonzepte und -lösungen wie das BEHICLE ab. Mit dem Entwicklungsstart konnten wir unsere Expertise im Bereich des Insassenschutzes einfließen lassen. Das Gesamtergebnis ist darauf ausgelegt, die bislang einzige 5-Sterne-EURO NCAP-Bewertung eines Fahrzeuges in dieser Klasse zu erreichen“, sagt Dr. Michael Büchsner, Vice President and General Manager Occupant Safety Systems Global bei ZF. Die konstruktiven Besonderheiten des Fahrzeugs, etwa ein mittiger Fahrersitz und fehlende B-Säulen, bedeuteten eine große Herausforderung für das Insassenschutzkonzept. ZF löste diese mit innovativen passiven Rückhaltesystemen: einem speziellen Vierpunkt-Sicherheitsgurt sowie neuartigen Curtain- und Seiten-Airbags.

Der als Top Belt konstruierte Vierpunkt-Sicherheitsgurt erhöht im Crashfall das Schutzpotenzial gegenüber konventionellen Dreipunkt-Systemen. Zwei Aufroller mit integriertem Straffer und Gurtkraftbegrenzer sind im hinteren Dachbereich integiert. Zum Anschnallen ragen die beiden Schlosszungen seitlich vor dem Fahrerkopf und damit griffgünstig aus dem Dachhimmel. Die entsprechenden Gurtschlösser sitzen links und rechts des Fahrersitzes und sind für den Fahrer dank Beleuchtung leicht zu finden. Die Gurte sind zudem mit der aus dem Serieneinsatz bekannten DLT (Dynamic Locking Tongue) ausgestattet: Ein kleines Bauteil in der Gurtzunge koordiniert im Crashfall die Rückhaltekräfte des Gurtes so, dass Brust- und Schulterbereich der Insassen weniger belastet wird als der Beckenbereich.

Zusätzlich tragen neue, verstärkte Seitenairbags (SAB) von ZF dazu bei, die entsprechenden Crashtest-Anforderungen zu erfüllen. Im Gegensatz zu konventionellen Fahrzeugen mussten die Rückhaltesysteme anstatt in der Sitzlehne im Alu-Türträger unterkommen. Außerdem berücksichtigt die SAB-Auslegung, dass der mittige Fahrersitz mehr Raum zwischen Fahrer und Tür lässt und dass sich die Airbags nicht mehr mit dem Sitz längsverstellen. Weiteren effizienten Schutz bei Seitencrashs leisten die Curtain-Airbags (CAB) des Technologiekonzerns, die mit externen Haltegurten entlang der A- und C-Säule positioniert sind.

Die passiven Sicherheitssysteme von ZF ergänzen konstruktive, von weiteren Behicle-Projektpartnern umgesetzte Sicherheitsoptimierungen an Frontstruktur, Fahrgastzelle und Türen. (ampnet/nic)

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Beim Behicle sind die Insassen durch Seiten-Airbags von ZF geschützt. Der Konzern unterstützte das Projekt auch beim Testing und bei den Crashtests. Foto: Auto-Medienportal.Net/ZF/Behicle Beim Behicle sind die Insassen durch Seiten-Airbags von ZF geschützt. Der Konzern unterstützte das Projekt auch beim Testing und bei den Crashtests. Foto: Auto-Medienportal.Net/ZF/Behicle Beim Behicle sind die Insassen durch Seiten-Airbags von ZF geschützt. Der Konzern unterstützte das Projekt auch beim Testing und bei den Crashtests. Foto: Auto-Medienportal.Net/ZF/Behicle

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