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Techno Classica 2013: Lamborghini feiert den Fünfzigsten

Lamborghini 350 GT (1964). Foto: Auto-Medienportal.Net/Lamborghini
Lamborghini feiert auf der heute begonnenen Techno Classica in Essen (- 14.4.2013) das 50-jährige Markenjubiläum. Der Messeauftritt steht unter dem Motto „100 Jahre Innovation in der Hälfte der Zeit“. Zu sehen sind zwei Exponate aus dem Museum am Firmensitz in Sant’Agata Bolognese. Der Lamborghini 350 GT aus dem Jahre 1964 ist Lamborghinis erstes Serienfahrzeug und der Lamborghini Miura P 400 SV von 1972 stellt die letzte Evolutionsstufe des legendären Supersportwagens dar. Ein Experte aus dem Bereich Oldtimer-Ersatzteile gibt darüber hinaus Auskunft über die Versorgung von Lamborghini-Klassikern mit Original-Ersatzteilen.


Der 350 GT entstand aus dem von Franco Scaglione entwickelten Prototypen 350 GTV und ist der erste Lamborghini, der 1964 in Produktion ging. Der Motor, ein 3,5-Liter-Zwölfzylinder ist das Werk des Ingenieurs Giotto Bizzarrini. Er entwickelt eine Leistung von 280 PS die ihm zu einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h verhilft. Das Fahrzeug verfügt über eine Karosserie mit Bauteilen aus Aluminium, Einzelradaufhängung, vier Scheibenbremsen, und einige Exemplare sind mit selbstsperrendem Differential ausgestattet. Bis Ende des Jahres 1966 wurden bei der Carrozzeria Touring 120 Stück gebaut. Die letzten davon haben einen 4,0-Liter-Motor mit der gleichen Leistung des 3,5 Liter-Motors, verfügen aber über eine höheres Drehmoment. Auch zwei Spyder (350 GTS) wurden von der Carrozzeria Touring hergestellt.

Die anhaltend gute Nachfrage nach dem Modell Miura S brachte Lamborghini dazu, eine weitere Evolutionsstufe vorzustellen, das Modell SV (Super Veloce). Dies geschah bereits während der Entwicklung des revolutionären Nachfolgers Countach LP 500, der seine Weltpremiere im Frühjahr 1971 hatte. Der Miura P 400 SV verfügt über einen 4,0-Liter-V12-Motor mit 385 PS und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 290 km/h.

Beim SV fallen die charakteristischen „Augenwimpern“ an den Scheinwerfern weg, er unterscheidet sich durch eine neue Hinterradaufhängung, verbreiterte Spur, den stärkeren Motor und ist im Gegensatz zu den Vorgängern grundsätzlich mit getrennter Schmierung ausgestattet. Der letzte gebaute Miura geht im Januar 1973 in den Familienbesitz eines bekannten italienischen Industriellen über. Vom Miura SV werden von 1971 bis 1972 insgesamt 150 Exemplare gebaut.

Die Lamborghini-Vertragswerkstätten sind speziell für die Arbeit mit klassischen Fahrzeugen der Marke geschult. So kann weltweit über ein Webportal auf die Kataloge sämtlicher Modelle zurückgegriffen werden und so das benötigte Ersatzteil bestellt werden. Sollte einmal ein Spezialteil nicht vorrätig sein, kann es umgehend nach den alten Plänen angefertigt werden. (ampnet/jri)

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Lamborghini Miura P 400 SV (1972). Foto: Auto-Medienportal.Net/Lamborghini

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