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Jaguar Land Rover: Zwei Mythen geben Gas

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Bei Jaguar ist in den vergangenen vier Jahren der Wechsel von S- und X-Type auf die wesentlich moderner gezeichneten Modelle XF und XJ gelungen, bei Land Rover hat sich der Range Rover Evoque binnen eines halben Jahres weltweit rund 70 000mal verkauft, und auch der Veteran Defender findet Jahr für Jahr noch 1500 bis 2000 Käufer allein in Deutschland. Beide Marken wollen in Zukunft noch mehr Gas geben und haben für die nächsten fünf Jahre 40 Modellaktivitäten vom komplett neuen Fahrzeug bis zu neuen Motoren und alternativen Antriebstechniken angekündigt. So hat Jaguar gestern auf der NYIAS den Start einer vierten Baureihe, des F-Type, bekanntgegeben. Und bereits im Herbst kommt die Kombiversion Sportbrake des XF auf den Markt.


Sowohl Jaguar als auch Land Rover sind Mythen der Automobilwelt. Vor allem ihr Nimbus war es, der den Tata-Konzern zum Kauf der Marken bewog, ihnen aber weitgehend freie Hand lässt. Das Rezept geht auf: 2011 stiegen die Verkäufe von Jaguar Land Rover (JLR) weltweit auf 274 280 Fahrzeuge. Das waren fast 18 Prozent mehr als im Jahr davor. Im Geschäftsjahr 2010/2011 (April bis März) erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 1,043 Milliarden Pfund (ca. 1,248 Millionen Euro).

„Das Produkt ist alles“, weiß Deutschland-Geschäftsführer Peter Modelhart und blickt zufrieden auf ein Absatzplus von 13,5 Prozent im vergangenen Jahr. Dennoch ist gerade bei Jaguar das Marktsegment in Deutschland recht klein: Hier wollen sich die Briten künftig ein größeres Stück vom Kuchen abschneiden. Dazu sollen neben dem XF Sportbrake und dem geplanten kleinen Roadster F-Type auch effizientere Motoren wie der 2,2-Liter-Diesel beitragen. Langsam, aber stetig sollen hierzulande auch das Händlernetz ausgebaut und örtliche Vertriebslücken geschlossen werden. Für Modelhart ist dabei weniger die Anzahl der Betriebe als der Fahrzeugabsatz pro Händler wichtig. „Das Geschäft muss für die alten und für die neuen Handelspartner attraktiv und lukrativ bleiben“, betont er.

Bis 2015 soll das Vertriebsnetz von Jaguar in Deutschland um 20 Betriebe auf dann etwa 80 Vertragspartner wachsen, bei Land Rover sind es derzeit 92 und sollen es 131 werden. Gerade die legendäre Allradmarke befindet sich derzeit auf einem Höhenflug. Die Verkäufe des Evoque haben alle Erwartungen übertroffen, sagt Peter Modelhart. Und mit der Nachfrage nach den höherwertigeren Ausstattungen darf der JLR-Geschäftsführer auch mehr als zufrieden sein. Kaum ein Fahrzeug verlässt für den Basispreis von rund 33 000 Euro den Hof des Händlers. Es gibt Kunden, die sich ihren Evoque gerne mehr als das Doppelte kosten lassen.

Mythen allein bringen jedoch noch keine Käufer, vom Land Rover Defender vielleicht einmal abgesehen. „Jeder kennt Jaguar. Aber wenn man dann fragt, ob derjenige beispielsweise auch schon einmal einen XF gefahren ist…“, verdeutlicht Peter Modelhart. Deshalb startet Jaguar eine neue Werbekampagne. Sie soll unter dem Titel „How alive are you“ (Wie lebendig bist du?) Lust auf die Marke wecken. Dazu sollen auch besondere Leasingangebote und ein stärkeres Zugehen auf Gewerbekunden beitragen. Modelhart hat dabei weniger das Flottengeschäft im Auge, sondern mehr die kleine Firma, die ein, zwei Fahrzeuge kauft, oder den Freiberufler.

Bei Land Rover kommt im nächsten Jahr ein Diesel-Hybrid, ein Range Rover Sport wird derzeit zudem als Plug-in-Hybrid erprobt. Die größte Herausforderung für die Marke dürfte aber der für 2015, 2016 geplante Modellwechsel des Defender sein. Mit dem DC 100 wurden bereits zwei Studien eines möglichen Nachfolgers gezeigt Fünf weitere gibt es noch.

Auf eines kann sich das Unternehmen aber auch in Deutschland verlassen: Wer einmal Jaguar oder Land Rover fährt, der bleibt in der Regel sein leben lang bei der Marke“, sagt Peter Modelhart. Und das klingt aus seinem Mund nicht wie ein Marketingspruch, sondern wirklich überzeugend. (ampnet/jri)

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