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Im Rückspiegel: Vom Volkswagen CC1 zum Audi A2

VW-Museum Wolfsburg: Audi A2-Prototyp CC1 (1994). Foto: Auto-Medienportal.Net/av
Mit der Markteinführung des Audi A2 im Jahr 1999 brachte die Marke mit den vier Ringen den ersten echten Drei-Liter-Kleinwagen. Der basiert auf der bis heute noch nie öffentlich gezeigten Studie CC1. Der Mitte der 1990er-Jahre von der Volkswagen-Forschung entwickelte Prototyp ist seit Anfang 2017 von dem Versuchsbau-Team der Gifhorner „EDAG Engineering GmbH“ restauriert worden. Ab sofort bereichert das Unikat die kleine aber feine Prototypen-Riege des Volkswagen Automuseums in Wolfsburg.


Für die EDAG übergaben jetzt die Mitarbeiter Herfried Wichern und Markus Wassermann den über 20 Jahre alten Prototypen, immer noch futuristisch wirkenden Prototyp an Eberhard Kittler. den Leiter der Stiftung Auto-Museum Wolfsburg. Maßgeblich an der Restaurierung mitgewirkt hat auch Christian Bartsch, früherer Mitarbeiter der Volkswagen-Forschung, der in seiner aktiven Zeit für das Interieur des CC1 verantwortlich war.

Der Audi A2 bot bereits Ende der 1990er Jahre Eigenheiten, die ihn bis heute einzigartig machen: Seine tragende Substruktur besteht vollständig aus Aluminium und ist mit Blechen aus Aluminium beplankt. Dieses Konzept verhalf dem Audi A2 im Vergleich zu konventionellen Konkurrenten zu einem Gewichtsvorteil von bis zu 150 Kilogramm. Neben der Gewichtsoptimierung schufen die Audi-Designer um Peter Schreyer eine aerodynamische Karosserie mit einer bemerkenswerten Raumausnutzung. Schon das Basismodell bestach mit einem Luftwiderstandsbeiwert von lediglich 0,28.

Von den Käufern wurde das zur damaligen Zeit revolutionäre A2-Paket allerdings nicht angenommen. Das lag in erster Linie am relativ hohen Preis. Der A2 kostete 1999 mindestens 31 978 DM. Damals zuviel für eine kleine, viertürige Limousine, so dass Audi das A2-Experiment 2005 nach 176 377 gebauten Exemplaren stoppte – nach rund der Hälfte der ursprünglichen Zielvorgabe. Heute ist der Audi A2 ein begehrter Gebrauchtwagen mit – Aluminium sei dank – überdurchschnittlicher Lebensdauer.

Im Lastenheft seines Prototypen CC1 wurden schon Mitte der 1990er-Jahre vor allem zwei Ziele verankert: ein Verbrauch von unter zwei Litern auf 100 Kilometern und höchste Anforderungen an die aktive und passive Sicherheit bei gleichzeitiger Gewichtsminimierung. Als Motor diente ein Drei-Zylinder-Saugdiesel mit 898 ccm Hubraum und 26 kW / 35 PS. Auch das Doppelkupplungsgetriebe – damals noch ein Vorläufer, heute in vielen Modellen Standard – trug zur Kraftstoffreduzierung bei. Gemeinsam mit dem geringen Gewicht von lediglich 440 Kilogramm aufgrund des verbauten Karbonfaserstoffes schaffte der CC1 auf dem Rollenprüfstand tatsächlich die Vorgabe von zwei Litern Diesel auf 100 Kilometer. Doch letztlich wog der Serien-A2 doppelt soviel wie sein eigener Prototyp, der nun dauerhaft im Volkswagen Museum an der Dieselstraße in Wolfsburg zu sehen sein wird. (ampnet/av)

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VW-Museum Wolfsburg: Audi A2-Prototyp CC1 (1994). Foto: Auto-Medienportal.Net/av VW-Museum Wolfsburg: Audi A2-Prototyp CC1 (1994). Foto: Auto-Medienportal.Net/av VW-Museum Wolfsburg: Audi A2-Prototyp CC1 (1994). Foto: Auto-Medienportal.Net/av VW-Museum Wolfsburg: Audi A2-Prototyp CC1 (1994). Foto: Auto-Medienportal.Net/av

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