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Elon Musk: Worte eines Visionärs

Elon Musk kündigt für 2020 einen Tesla-Lastwagen an. Foto: Auto-Medienportal.Net/Tesla
Der Hype um Elon Musk nimmt kein Ende: Als "Visionär" und "voller Erfindergeist" zieht er nicht nur Börsenzocker, sondern auch Politiker und Medien in seinen Bann. Längst zählt er zu den reichsten Männern der Welt, und er darf seine Visionen offenbar unter Sonderregeln umsetzen. Das zeigt sich nirgendwo besser als bei seinen Autos: Von gravierenden Qualitätsmängeln über Online-Updates, die tief in die Funktionen des Autos eingreifen, bis hin zum "Autopiloten", mit dem etliche tödliche Unfälle in Zusammenhang gebracht werden, darf Tesla unbehelligt ins Risiko gehen wie kein anderer Hersteller. Geld verdient wurde mit Tesla bislang kaum, und es sind neben der Phantasie der Börsianer vor allem Quersubventionen durch andere Firmen, die den Autohersteller am Laufen hielten. Doch Musks Imperium ist größer: Es umfasst das Raumfahrtunternehmen SpaceX, das weitgehend auf Staatsaufträge baut, und die Firma Hyperloop, mit der Passagiere in Röhren im Vakuum von A nach B reisen sollen. Viele Experten ziehen die Machbarkeit grundsätzlich in Frage, was Politiker wie den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder jedoch nicht daran hindert, sein Bundesland als Standort für die bizarre Technologie anzupreisen.

Während es im Imperium des Elon Musk keine klassische Pressearbeit gibt, nutzt der Milliardär wie kein anderer den Kurznachrichtendienst Twitter, um seine Botschaften beim Publikum abzusetzen. Damit unterscheidet sich seine Kommunikationsstrategie von der anderer Unternehmen und ähnelt jener des US-Präsidenten Donald Trump, in dessen Beratergremium Musk einst figurierte.

Die amerikanische Webseite elonmusk.today führt in humorvoller Weise Buch über die mal amüsanten, mal dreisten Verlautbarungen des Milliardärs und vermeintlichen Universalgenies. Wir haben uns dort umgesehen – und präsentieren in chronologisch absteigender Reihe einige der verblüffendsten unter Musks zahllosen Tweets, mit denen er mittlerweile über 40 Millionen Folgende versorgt.

1. Mai 2020: Musk kündigt an, „fast alle physischen Besitztümer zu verkaufen. Ich werde kein Haus besitzen. Brauche das Geld nicht." Er habe sich „dem Mars und der Erde verschrieben".

19. März 2020: Musk prophezeit, dass die USA „anhand aktueller Trends Ende April wahrscheinlich null Fälle" mit Coronavirus haben werde.

31. Januar 2020: Musk informiert die Kunden darüber, dass ein Tesla „für kurze Zeit als Boot" fungieren könne: „Batterie, Motor und Elektronik sind wasserfest."

16. Januar 2020: Musk kündigt an, es werde für diejenigen, die sich einen Flug zum Mars nicht leisten können, Kredite geben: „Es wird viele Jobs auf dem Mars geben!"

22. April 2019: Musk kündigt an, binnen eines Jahres werde es eine Million vollautonomer Tesla geben. Diese könne man als Robotaxi zum Geldverdienen nutzen. Es sei deshalb „finanzieller Wahnsinn, irgendetwas anderes als einen Tesla zu kaufen."

30. Januar 2019: Während Kunden unter der Service-Katastrophe bei Tesla klagen, denkt Musk längst weiter: „Als nächstes wird im Fall einer Fehlfunktion, etwa eines Motorschadens oder eines platten Reifens, noch bevor das Auto zum Halt kommt ein Abschleppwagen und ein Ersatzauto auf den Weg gebracht."

9. Januar 2019: Musk kündigt an, der neue Tesla Roadster werde mit SpaceX-Raketentechnologie angeboten, mit der das Auto fliegen könne.

31. Oktober 2018: Musk verspricht für 2019, ein Tesla werde selbständig auf einem Parkplatz herumfahren, einen freien Platz suchen und verifizieren können, dass die Nutzung der Lücke legal sei.

24. September 2018: Musk behauptet, Tesla habe damit begonnen, eigene Autotransporter zu bauen.

15. Juli 2018: Musk beschimpft einen Taucher, der seine publikumsträchtigen Ankündigungen im Rahmen der thailändischen Höhlenkatastrophe kritisiert hatte, als „Pädo".

20. Mai 2018: Musk teilt mit, die allradgetriebenen Tesla hätten zwei Motoren, „damit man uneingeschränkt weiterfahren kann, wenn einer kaputtgeht."

29. September 2017: Musk kündigt einen regulären Raketenbetrieb von New York nach London an - mit 29 Minuten Flugzeit: „Der Preis pro Platz dürfte einem regulären Flugschein der Economy Class entsprechen."

20. Juli 2017: Musk brüstet sich mit einer „mündlichen regierungsamtlichen Zusage, einen unterirdischen Hyperloop New York-Philadephia-Baltimore-DC" zu bauen: „NY-DC in 29 Minuten."

19. Oktober 2016: Musk verspricht, dass Kunden, die für die Selbstfahrfunktion bezahlt haben, schon Ende 2017 ohne jegliche Fahrerintervention von Los Angeles nach New York fahren können: „Sie müssen nur einsteigen und dem Auto sagen, wo Sie hinwollen".

6. Januar 2016: Musk beschreibt die „Summon"-Funktion, mit der man einen Tesla „in ungefähr zwei Jahren" automatisch herbeirufen könne. „Zum Beispiel, wenn Sie in LA sind und das Auto in New York."

25. September 2012: Musk beschreibt das kommende Supercharger-Netzwerk, mit dem man "mit reinem Sonnenlicht überall hin kostenlos reisen" könne.

12. Februar 2012: „Tesla braucht nie wieder eine weitere Kapitalerhöhung."

Heute abend wird Elon Musk in Berlin übrigens mit dem Axel Springer Award geehrt. „Die Preisverleihung wird als Reise zum Mars gestaltet", teilt der Verlag mit. (ampnet/jm)

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Musks Aprilscherz. Foto: Auto-Medienportal.Net/Twitter

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