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Ein Höllenmotor aus der Wüste

1968 Dodge “Super Charger” Concept und der
Die Hölle hat eine neue Adresse – wenigstens bis zum 2. November, wenn die SEMA in Las Vegas ihre Pforten schließt. Auf der Messe der Specialty Equipment Market Association zeigen Hersteller und Tuner (wie lange noch?) politisch vollkommen unkorrekte Automobile, wobei Leistung und Geschmack sich nicht immer zu einer Einheit verbinden. Dieses Jahr sticht vor allem Fiat Chrysler mit einem höllischen Motor hervor. Der „Hellephant“ getaufte Antrieb leistet 1000 PS und versteckt sich unter der Hülle eines Dodge Charger aus dem Jahr 1968.


"Hellephant“ ist eine Kombination aus dem aktuellen Hellcat-Motor, der in einigen Modellen des Konzerns für massiven Vortrieb sorgt und den Big Block aus dem Jahr 1964, der damals auf den Namen „Elephant“ hörte. Der zum Showcar beförderte Charger hat allerdings nur noch wenig mit dem vor 50 Jahren präsentierten Modell gemeinsam. Unter der GFK-Motorhaube mit dem wuchtigen Lufteinlass röhrt ein aufgeladener 1000 PS starker „Hellephant-V8“ mit sieben Liter Hubraum, der 1290 Newtonmeter Drehmoment an die Antriebsräder verteilt.

Übertragen wird diese Leistung von einem Schaltgetriebe aus dem aktuellen Challenger SRT Hellcat. Am Heck grüßen die vier Endrohre des Alfa Romeo Stelvio, die in die Rücklichter integriert wurden. Außerdem wurde der Radstand gegenüber dem Original um fünf Zentimeter vergrößert, und die Verzögerung übernimmt beim Showcar eine Brembo-Bremsanlage. Dirigiert wird der Charger mit einem Lenkrad aus der Dodge Viper.

Verantwortlich für diese Kraftmeierei ist die Tuning-Abteilung des Konzerns, Mopar, die in Sachen Leistung offensichtlich keine Grenzen kennt. „Unsere Kunden verlangen Leistung, und unser neuer Hellephant-Motor liefert Pferdestärken und Drehmoment ohne Ende in einem einfach zu bedienenden Paket, das in der Industrie ohne Gleichen ist“, erklärt Steve Beahm von Mopar. „Der 1968er Dodge Charger ist einer der heißesten Klassiker, und deshalb haben wir das Modell für unser Super Charger Concept ausgewählt.“

Leistungsbewusste Kunden können den Antrieb plus Fahrwerksteilen vom kommenden Frühjahr an ordern. Über die Kosten hüllen sich die Mopa-Verantwortlichen noch in Schweigen. Allerdings gibt es einen kleinen Haken. Denn für den regulären Verkehr zugelassen ist der Motor ausschließlich für vor 1976 gebaute Straßen- und Geländemodelle. Das klingt nicht unbedingt logisch, entspricht aber der Gesetzeslage.

Neben dem spektakulären Hellephant-Antrieb stellte Mopar in Las Vegas auch neue, leistungsstarke Achsen für den aktuellen Jeep Wrangler vor. Die neue Konstruktion soll die Geländetauglichkeit dank der verbesserten Bodenfreiheit deutlich verbessern. (ampnet/ww)

Cars, SEMA, Dodge Charger, Hellephant V8



1968 Dodge “Super Charger” Concept, Foto: Auto-Medienportal.Net/FCA

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