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Der Formel 1 Grand Prix in Bahrain – Eine umstrittene Veranstaltung

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Am kommenden Wochenende findet der Formel 1 Grand Prix in Bahrain statt. Während sich vor den meisten Rennen im Formel 1 Bereich die Menschen eigentlich nur auf den Ausgang der Rennen konzentrieren und darauf wetten, wer als erster durchs Ziel fährt, sind es in Bahrain in diesem Jahr andere Themen, die die Schlagzeilen dominieren.



Zwar werden immer noch die Fans des Motorsports dem Ergebnis entgegenfiebern und an Formel 1 Wetten teilnehmen, doch auf dem bet365 Blog und anderen Sportseiten werden neben den Problemen von Ferrari und anderen Themen rund um den Sport an sich vor allem die Diskussionen um die politische Lage des Landes die Medien beherrschen.

Die politische Lage ist prekär

Schon in den letzten Jahren konnte man Bahrain nicht mehr unbedingt als das sicherste Pflaster für die Rennsportgemeinschaft bezeichnen. Seit Ausbruch des „arabischen Frühlings“ vor drei Jahren sind Unruhen keine Seltenheit mehr. Das Ziel des Unmuts sind nicht selten westliche Veranstaltungen wie beispielsweise der Grand Prix. Auch vor dem diesjährigen Rennen hat man wieder Proteste gegen den „blutbefleckten Grand Prix“ angekündigt, darunter die als radikal angesehene „Vereinigung des 14. Februar“. Die Sicherheitsmassnahmen sind zwar massiv verstärkt worden, doch wer als Fan mitreisen möchte, wird sich dies in dem Fall wohl genau überlegen, denn von einer besonders friedlichen Veranstaltung kann wohl eher keine Rede sein.

Der Sport als positiver Einfluss?

Die politische Lage der Gegend ist seit 2011 als hochbrisant einzustufen. Dennoch soll der Grand Prix hier weiterhin jedes Jahr stattfinden. Unruhen wie gewaltsame Zusammenstösse zwischen der Polizei und Demonstranten sind allerdings keine Seltenheit und das Rennen an sich scheint diesbezüglich vollkommen im Hintergrund zu verschwinden. Sich gegen Bahrain zu entscheiden kommt für den Automobil-Weltverband allerdings scheinbar nicht in Frage. Man sieht es hingegen sogar als eine positive Entwicklung an, dass der Grand Prix mit seiner sportlichen positiven Kraft dazu beitragen könnte, Probleme zu lösen. Wie ein Insider verlauten lässt, beruht die Entscheidung, den Wettbewerb in einem solchen Land auszutragen, auf dem Wunsch, die Entwicklung des Motorsports auf der ganzen Welt zu fördern. Wenn man in die Augen der Demonstranten schaut, hat man hingegen nicht das Gefühl, dass diese sich von der sportlichen Kraft des Rennens mitreissen lassen wollen.

Eine kritisch betrachte Veranstaltung

Sogar mit Angriffen auf das Rennen haben radikale Gruppen schon gedroht. Das Innenministerium erklärte allerdings, dass ein Besuch des Rennens völlig unbedenklich sei. Dies muss wahrscheinlich jeder Besucher für sich entscheiden, ein wenig mulmig kann einem bei dem Gedanken aber schon werden, Opfer eines solchen Angriffs zu werden. Die radikalen Vertreter der Regimegegner sind der Meinung, die Veranstaltung sei ein Schachzug der Regierung, um die Protestbewegung zu unterdrücken. Wie viel an diesen Anschuldigungen dran ist und wie viel nicht, ist aus der Ferne nur schwer zu beurteilen. Tatsache ist aber, dass das Rennen zum Beispiel 2011 nicht ausgetragen werden konnte aufgrund der kritischen Lage im Land. Und seitdem ist die immer wieder aufgelegte Rennsportveranstaltung deutlich umstritten. Die Frage, wer das Rennen für sich entscheidet am Sonntag, dürfte wohl ziemlich an Bedeutung verloren haben.

Bildquelle: Flickr LGEPR



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Auto Occasionen suchen und finden. Autoinserate aktualisiert: 18.11.2019

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