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Bugatti feiert den Type 59 Grand Prix

Bugatti Type 59 Grand Prix (1934). Foto: Auto-Medienportal.Net/Bugatti
Mit dem Chassis eines der ersten drei Rennwagen des Type 59 feiert Bugatti auf dem Pariser Salon Rétromobile (- 10.2.2013) den 80. Geburtstag des legendären Modells. Das Ausstellungsstück wurde in den Werksbüchern in Molsheim als „Voiture Moteur No. 3“ (Fahrzeug Motor Nummer) bezeichnet. Das Bugatti-Team feierte das Debüt des Typs 59 im Jahr 1933 beim Grand Prix von Spanien in San Sebastian und trat dort mit drei Fahrzeugen an.


Das ausgestellte Chassis wurde mit der Nummer 4619 NV 2 auf den Namen von Ettore Bugatti Automobiles zugelassen. Das Fahrzeug trug die Startnummer 26 und erreichte mit seinem Fahrer René Dreyfus Rang 6.

Ab dem Jahr 1934 durften Grand-Prix-Rennwagen nur noch höchstens 750 Kilogramm auf die Waage bringen, so dass die drei Typ 59-Fahrzeuge von Bugatti als zu schwer eingestuft wurden und modifiziert werden mussten. Zur Gewichtseinsparung wurden die Seitenträger des Chassis mit großen Löchern versehen. Diese Modifikationen wurden auch in den Werksbüchern dokumentiert. Der Hubraum wurde durch den Einbau der im gleichen Jahr im Typ 57 eingeführten Kurbelwelle mit 100 Millimetern Hub von ursprünglich 2,8 auf 3,3 Liter erweitert.

1934 nahm das ausgestellte Chassis zu Beginn der Grand Prix-Saison zusammen mit drei weiteren Typ 59-Fahrzeugen am Grand Prix in Monaco teil. Der „Moteur No. 3“ war noch als 2,8-Liter Motor ausgeführt und wurde von Robert Benoist gefahren. Er war im Training der schnellste Fahrer, doch das Fahrzeug wurde beschädigt und konnte nicht am Rennen teilnehmen. Nach der Reparatur in Molsheim wurde der Wagen als Ersatzfahrzeug eingestuft und schließlich mit drei weiteren Typ-59-Rennwagen an ein Quartett britischer Amateurrennfahrer verkauft: Earl Howe, Brian Lewis, Lindsay Eccles und C.E.C. Charlie Martin. Die Fahrzeuge wurden später unter der Bezeichnung „die vier englischen Typ 59” bekannt, sie trugen die Fahrgestellnummern 59121, 59122, 59123 und 59124. Der Preis betrug die damals enorme Summe von 220 000 Francs, damit waren die Wagen nahezu doppelt so teuer wie der Typ 35B.

Das ausgestellte Fahrzeug trägt die Fahrgestellnummer 59121. Es war zunächst in den Händen mehrerer Fahrer im Vereinigten Königreich, bevor der leidenschaftliche britische Bugatti-Sammler Stafford East den Wagen im Jahr 1949 erwarb und 56 Jahre lang behielt. 2005 wurde das Fahrzeug bei der Bonham’s Goodwood-Auktion an den derzeitigen Besitzer verkauft.

Der Salon Rétromobile ist eine der wichtigsten Oldtimer-Ausstellungen weltweit und Treffpunkt für Sammler, Händler, Markenvertreter, Auktionshäuser sowie Oldtimer-Liebhaber. Bereits zum dritten Mal stellen die VW-Marken Bugatti und Bentley ihre Modelle in Paris gemeinsam aus. (ampnet/jri)

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