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BMW sieht sich nach schwachem Jahr in leichtem Aufwind

BMW. Foto: Auto-Medienportal.Net/BMW
„Nach drei Jahren Strategie „Number One > next“ liegen wir klar auf Kurs“, sagte Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, am Mittwoch in München bei der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens. 2018 stiegen die Auslieferungen der drei Premium-Automobilmarken BMW, Mini und Rolls-Royce um 1,1 Prozent auf die neue Bestmarke von 2 490 664 (Vj.: 2 463 526) Fahrzeuge. Der Konzernumsatz lag mit 97 480 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (Vj.: 98.282 Mio. Euro / -0,8 Prozent), das Ergebnis vor Steuern mit 9815 Mio. Euro (Vj.: 10 675 Mio. Euro / -8,1 Prozent) moderat unter Vorjahr. Die Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge) lag bei 10,1 Prozent (Vj.: 10,9 Prozent).


Der Konzernüberschuss betrug 7207 Mio. Euro (Vj.: 8675 Mio. Euro / -16,9 Prozent). Im Vorjahr war der Überschuss aufgrund von Bewertungseffekten in Höhe von rund einer Milliarde Euro im Zusammenhang mit der US-Steuerreform außergewöhnlich hoch ausgefallen. Trotz des Umfelds erzielte die BMW Group 2018 im Segment Automobile einen Free Cashflow von 2713 Mio. Euro (Vj.: 4459 Mio. Euro). Die Investitionen, im Wesentlichen in Sachanlagen, lagen 2018 mit 5029 Mio. Euro um 7,3 Prozent über dem Vorjahresniveau (Vj.: 4688 Mio. Euro). Die Investitionsquote stieg damit auf 5,2 Prozent (Vj.: 4,8 Prozent).

Im Segment Automobile lag der Umsatz 2018 mit 85 846 Mio. Euro auf Höhe des Vorjahres (Vj.: 85 742 Mio. Euro / +0,1 Prozent). Die EBIT- Marge lag angesichts der Vielzahl an belastenden Faktoren bei 7,2 Prozent (Vj.: 9,2 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern erreichte 6977 Mio. Euro (Vj.: 8.717 Mio. Euro / ‑20,0 Prozent).

BMW lieferte im Jahr 2018 weltweit 2 125 026 (Vj.: 2 088 283 / +1,8 Prozent) Fahrzeuge an Kunden aus. Neben der BMW 5er Reihe profitierte vor allem die BMW X-Familie von einer hohen Nachfrage: Weltweit übertraf der Absatz mit 792 605 X-Fahrzeugen das Vorjahr deutlich um 12,1 Prozent.

Mini erreichte weltweit 361 531 Fahrzeugauslieferungen (Vj.: 371 388 / -2,8 Prozent). Ein zweistelliges Wachstum verzeichnete der Mini Countryman mit 99 750 Einheiten (+17,5 Prozent). Dabei war fast jeder siebte Mini Countryman ein Plug-in-Hybrid (Anteil 13,3 Prozent).

Rolls-Royce Motor Cars markierte 2018 mit weltweit 4107 Auslieferungen sein bestes Jahr in der über 100-jährigen Geschichte (2017: 3362 Automobile / +22,2 Prozent). Dazu trug vor allem der Rolls-Royce Phantom bei.

Während die Auslieferungen der BMW Group in Europa auf Vorjahresniveau lagen (1 098 523 / -0,3 Prozent), verzeichneten die Regionen Amerika (457 715 / +1,5 Prozent) und Asien (876 614 / +3,3 Prozent) leichte Zuwächse. In China zog das Absatzwachstum mit dem Hochlauf der lokalen Produktion des neuen BMW X3 in der zweiten Jahreshälfte deutlich an, so dass auf Jahressicht 640 803 Einheiten an Kunden übergeben wurden (+7,7 Prozent).

BMW Motorrad hat 2018 neun neue Modelle eingeführt. Die mit der Anlaufsituation verbundenen Anpassungen in der Produktion beeinträchtigten die Auslieferungen im ersten Halbjahr. Auf Jahressicht wurden 165 566 (Vj.: 164 153 / +0,9 Prozent) BMW Motorräder und Maxi-Scooter an Kunden übergeben. Der Umsatz erreichte 2173 Mio. Euro (Vj.: 2272 Mio. Euro / -4,4 Prozent). Das Ergebnis vor Finanzergebnis betrug 175 Mio. Euro (Vj.: 207 Mio. Euro / -15,5 Prozent). Die EBIT-Marge im Segment lag bei 8,1 Prozent (Vj.: 9,1 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 169 Mio. Euro (Vj.: 205 Mio. Euro / -17,6 Prozent).

Finanzdienstleistungen konnten die positive Geschäftsentwicklung fortsetzen. 2018 wurden 1 908 640 (Vj.: 1 828 604 / +4,4 Prozent) Neuverträge mit Kunden abgeschlossen. Der Vertragsbestand mit Endkunden lag zum 31. Dezember bei 5 708 032 Verträgen (31. Dezember 2017: 5 380 785 Verträge / +6,1 Prozent). Der Segmentumsatz belief sich auf 28 165 Mio. Euro (Vj.: 27 567 Mio. Euro / +2,2 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern erreichte 2161 Mio. Euro (Vj.: 2.207 Mio. Euro / -2,1 Prozent).

Die Zahl der Mitarbeiter der BMW Group stieg zum 31. Dezember auf 134 682 und lag damit um 3,7 Prozent höher als Ende 2017. Das Unternehmen stellt unverändert Fachkräfte und IT-Spezialisten für zukunftsorientierte Themenfelder wie Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität ein.

Die BMW Group setzt sich auch in einem politisch und wirtschaftlich herausfordernden Umfeld ehrgeizige Ziele. Das Unternehmen strebt in allen großen Absatzregionen Wachstum an. Angesichts laufender Modellwechsel wird mit einer stärkeren zweiten Jahreshälfte gerechnet.

Im Segment Automobile geht das Unternehmen davon aus, ein leichtes Absatzplus erzielen zu können. Angesichts der genannten Rahmenbedingungen wird für 2019 eine EBIT-Marge von 6-8 Prozent im Segment Automobile erwartet.

Im Segment Motorräder erwartet das Unternehmen wegen der erneuerten Modellpalette einen Anstieg der Auslieferungen. Die EBIT‑Marge soll wie 2018 im Zielkorridor von acht bis zehn Prozent liegen.

Im Segment Finanzdienstleistungen wird ein Return on Equity auf Vorjahresniveau und damit über dem Zielanspruch von 14 Prozent erwartet.

Neben den angeführten Belastungen wird auf Konzernebene der Wegfall einiger positiver Bewertungseffekte aus dem Jahr 2018 für einen deutlichen Rückgang des Finanzergebnisses sorgen. Daher dürfte das Konzernergebnis vor Steuern voraussichtlich ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert liegen. (ampnet/Sm)

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