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Ausprobiert: Mit Carrera und dem Jeep Wrangler ins Gelände

Jeep Wrangler von Carrera RC. Copyright: Auto-Medienportal.Net
Unter dem Label „Carrera RC“ widmet sich Deutschlands Modellrennbahn-Pionier seit einiger Zeit auch ferngesteuerten Fahrzeugen. Stolz ist die mittlerweile zur österreichischen Stadlbauer-Gruppe gehörende Firma auf die jüngst eingeführte mehrstufige Servo-Tronic-Steuerung, die präzisere Fahrmanöver erlaubt Zu den Modellneuheiten gehört in diesem Jahr auch der Jeep Wrangler Rubicon. Der Geländegänger im Maßstab 1:16 hat noch eine weitere Besonderheit. Er ist standesgemäß mit einer funktionstüchtigen Seilwinde ausgerüstet. Sie kann bis zu 2,5 Kilogramm schwere Gegenstände an den Haken nehmen.


Carrera hat den RC-Wrangler als hochbeinigen Monster-Truck mit überbreiten Reifen auf die Gummi-Räder gestellt. Vorne schützt ein mächtiger Kuhfänger vor der Seilwinde das Fahrzeug, hinten ist eine kleinere und etwas elastische Stoßstange montiert. Zu den Details gehören Rückspiegel sowie vereinfachte Nachbildungen von Lenkrad und Schalthebel, selbst die Cupholder und die Mittelarmlehne sind angedeutet. Eine Fahrerfigur findet sich rasch im Kinderzimmer: Ein Playmobilmännchen passt prima auf den Jeep-Sitz.

Vor der ersten Ausfahrt müssen lediglich die beiden beigelegten Batterien in die Fernbedienung gelegt und der herausnehmbare Antriebsakku rund anderthalb Stunden aufgeladen werden. Er steckt in einem mit einer Schraube und zwei Riegeln doppelt gesicherten Fach. Auch das Batteriefach der Fernbedienung ist auf zweifache Weise verriegelt.

Empfohlen wird für die ersten Fahrversuche eine Fläche von mindestens 2,50 Meter mal 2,50 Meter. Der Jeep braucht aus zwei Gründen etwas Platz: Der Lenkradius ist relativ groß und die Geschwindigkeit recht hoch. Carrera nennt echte 21 km/h Top Speed. Wie kraftvoll der Motor ist, zeigt sich beim Beschleunigen aus dem Stand heraus auf Kies, wenn die breiten Riefen die kleinen Steine förmlich von sich werfen. Ebenso gelingt anstandslos ein beeindruckender Wheelie, wenn man mitten im Rückwärtsfahren wieder auf Vollgas vorwärts umschaltet den Hebel der Fernsteuerung wieder mit Vollgas fegen.

Da bedarf es bei der ersten Ausfahrt etwas Feingefühl beim Umgang mit den beiden Hebeln auf der Fernbedienung. Dennoch kommen auch Einsteiger und jüngere Heranwachsende auf Anhieb gut mit dem Modell zurecht. Es hoppelt förmlich über den Rasen und hüpft problemlos über Hindernisse wie dickere Äste und ähnliches. Auch leicht anspruchsvolleren Geländeaufgaben zeigt sich der spritzwassergeschützte Carrera-Jeep überraschend gut gewachsen.

Die amerikanische Allradlegende hat bei Carrera RC nicht nur Frontlicht, das bei Vorwärtsfahrt funktioniert, sondern beim Stoppen leuchten hinten auch kurz die Rücklichter auf. Der Effekt verblasst im Freien bei Tageslicht allerdings förmlich. Ein bemerkenswertes Detail ist jedoch die kleine Seilwinde, die für zusätzlichen Spielwert sorgt. Zwar muss sie nach entsprechendem Knopfdruck per Hand abgerollt werden, wird aber danach elektrisch wieder eingefahren. Und nicht nur das. Carrera verspricht sogar stolze zweieinhalb Kilo Zugkraft. Da lässt sich durchaus das eine oder andere kleine Bergungsmanöver in der Sandkiste bewerkstelligen. Allerdings ist das Seil recht kurz.

Als Batteriekapazität werden bis zu 40 Minuten angegeben. Unter Dauervolllast ist es in der Praxis etwa die Hälfte. Wer sich zwischendurch aber auch feinere Manövrieraufgaben stellt und etwas feinfühliger mit Gas und Lenkung umgeht, der kommt tatsächlich an diesen Wert heran. Zur Sicherheit schaltet sich die Energieversorgung schon vor dem absoluten Ende aus. Wer danach das Auto kurz ab- und dann wieder anschaltet, kann immer noch ein paar weitere Meter zurücklegen.

Wer länger mit dem Jeep unterwegs sein möchte, sollte daher einen zweiten Akku zum Austauschen in Erwägung ziehen, den Carrera als Zubehör anbietet, und auch eher zwei statt der versprochenen knapp anderthalb Stunden Ladezeit mit einkalkulieren. Sicher, die Miniatur ist kein Anwärter auf die Teilnahme an einem Modell-Truck-Trial-Wettbewerb, bereitet mit ihrem spritzigen Motor und der durchaus akzeptablen Geländegängigkeit auf Anhieb viel Spaß. Mit einem Preis von knapp 80 Euro ist das Carrera-RC-Modell erstaunlich preisgünstig, wenn man die Seilwinde und den sonstigen Lieferumfang einschließlich eines Halsbandes für die Fernbedienung noch hinzurechnet.

Als alternative Fahrzeuge bietet Carrera unter anderem noch den Ford F-150 Raptor und den Jeep Grand Cherokee ab rund 60 Euro sowie den Hummer H3 und den Volkswagen Touareg an. Letztere haben dann auch Allradantrieb und nach wie vor recht attraktiven Preis von rund 140 Euro. Wer noch mehr Offroad-Eigenschaften wünscht, für den hält Carrera den 60 Euro teureren Rock Crawler bereit. (ampnet/jri)

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Auto Occasionen suchen und finden. Autoinserate aktualisiert: 18.11.2019

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